PROJEKT:
KINDERGARTEN | WESTERNGRUND

ART:
SANIERUNG UND ERWEITERUNG KINDERGARTEN MIT KRIPPE UND HORT
BAUHERRSCHAFT:
GEMEINDE WESTERNGRUND ÜBER VG SCHÖLLKRIPPEN
ORT:
WESTERNGRUND
AUSFÜHRUNGSZEIT:
FERTIGSTELLUNG JUNI 2023
LEISTUNGSPHASEN:
1-9
BGF:
2.316 M²
BESONDERHEIT:
GRÜNDUNG AUF 34 BOHRPFÄHLEN BIS 10 M TIEFE | MASSIVBAUWEISE | EMISSIONSARME UND KINDGERECHTE MATERIALIEN

 

SCHULER SCHICKLING RÖSSEL ARCHITEKTEN | SANIERUNG | ERWEITERUNG

KINDERGARTEN WESTERNGRUND

Der bestehende Kindergarten in Westerngrund wies brandschutztechnische sowie nutzungsspezifische Mängel auf und konnte das geforderte Raumprogramm nicht mehr bedienen. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung wurde der Kindergarten um eine zweite Krippengruppe, Bistro mit Küche und Lager, Kinderwagenraum, Schleuse mit direktem Zugang zum Außenspielbereich, einen unabhängigen Mehrzweckraum sowie einen Kinderhort ergänzt. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 136 Kinder, davon 74 neu geschaffene Plätze.
Geschossweise Nutzungsaufteilung
Die Nutzungen verteilen sich nach Sanierung und Erweiterung auf drei Geschosse: Im Untergeschoss befinden sich die Kinderkrippe mit zwei Gruppen sowie der Mehrzweckraum, im Erdgeschoss der Kindergarten mit drei Gruppen und im Obergeschoss der Kinderhort sowie die Personalräume. Die innere Struktur des bestehenden Kindergartens im Erdgeschoss bleibt weitestgehend erhalten. Der Intensivraum wird zum Elternwartebereich umfunktioniert und über eine bestehende Fensteröffnung in der Giebelwand zum Anbau geöffnet.
Bezug zwischen Innen- und Außenraum
Im Anbau wurden das neue Bistro mit großzügigen Öffnungen „ins Grüne“ sowie Küche mit Lager und Kinderwagenraum mit direktem Zugang von der Straße aus organisiert. Im Untergeschoss orientieren sich die beiden Krippengruppen zur Freianlage, die Ruheräume sind auf der Hangseite vorgesehen. Die Schleuse grenzt direkt an das Treppenhaus und bietet für alle Nutzer die Möglichkeit, Gummistiefel und Matschhosen zu lagern und direkt in den Außenspielbereich zu gelangen. Ein weiterer Anbau auf der Talseite im Untergeschoss beherbergt den Mehrzweckraum mit Lager und separatem Zugang. Besonderer Schwerpunkt in der Planung war das Verhältnis von Innen- und Außenraum sowie die Nähe zur Natur.
Massivbauweise mit Tiefgründung
Die Erweiterungen wurden als Massivbauten ausgeführt. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse ruhen die Anbauten auf insgesamt 34 Gründungspfählen bis 10 m Tiefe unter GOK. Für das Großbohrgerät wurden wegen der topografischen Verhältnisse Arbeitsplattformen hergestellt, ebenso wurde der Straßenverbau mit verrohrten Bohrpfählen realisiert.
Emissionsarme und kindgerechte Materialien

 

Im Innenausbau kamen ausschließlich emissionsarme und kindgerechte Materialien zum Einsatz. Ausschlaggebend für die Oberflächenwahl waren Ökobilanz, Pflege, Haltbarkeit, Gestaltung und Akustik. Der Anbau West erhielt eine Innenverkleidung aus Holz.