PROJEKT:
BENEFIZIATENHAUS | GROSSOSTHEIM 

ART:
UMBAU UND SANIERUNG 

BAUHERRSCHAFT:
MARKT GROSSOSTHEIM 

 

ORT:
GROSSOSTHEIM 

AUSFÜHRUNGSZEIT:
2017 BIS 2022 

LEISTUNGSPHASEN:
1-9

 

BESONDERHEIT:
DENKMALGERECHTE FACHWERKSANIERUNG | FACHWERKFREILEGUNG | BARRIEREFREIER UMBAU

SCHULER SCHICKLING RÖSSEL ARCHITEKTEN | UMBAU UND SANIERUNG

BENEFIZIATENHAUS GROSSOSTHEIM

Umnutzung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses in Großostheim

Das Benefiziatenhaus liegt im Ortszentrum von Großostheim und prägt gemeinsam mit der ehemaligen Mädchenschule und der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus seit Jahrhunderten das Ortsbild. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude diente zuvor lediglich als Standort für eine Mittagsbetreuung und die Unterbringung von Obdachlosen. Im Rahmen der Umnutzung des historischen Gebäudes entstand ein zeitgemäßes Bürgerzentrum, das Unterstützungsangebote für sozial benachteiligte Zielgruppen bündelt.

Barrierefreie Erschließung durch gläsernen Treppenturm

Ein neuer Treppenturm aus Glas verbindet das Benefiziatenhaus mit der benachbarten Bücherei am Marktplatz 4. Der gläserne Anbau setzt die historische Holztreppe neu in Szene und gewährleistet über einen Aufzug den barrierefreien Zugang zu allen Geschossen des Bestandsgebäudes. Die zeitgenössische Glasfassade bildet einen bewussten Kontrast zum historischen Fachwerkbau.

Vortragsraum im Dachgeschoss mit sichtbarem Gebälk

Unter dem Dach entstand ein großzügiger Vortragsraum, der durch neu eingebaute Schleppgauben und zusätzliche Giebelfenster reichlich Tageslicht erhält. Der Raum blieb bis unter den First offen, was ihm eine helle und weiträumige Atmosphäre verleiht. Sparren und Kehlgebälk wurden überarbeitet und blieben sichtbar als Verweis auf die Baugeschichte des Hauses.

Beratungs- und Begegnungsräume im Bestandsgrundriss

In Erdgeschoss und Obergeschoss wurden mehrere Beratungs- und Begegnungsräume eingerichtet. Der historische Grundriss konnte dabei in weiten Teilen erhalten werden. Lediglich die WC-Bereiche und die Teeküche wurden neu platziert.

Denkmalgerechte Fachwerksanierung und Fachwerkfreilegung

Im Obergeschoss wurde das vorhandene historische Fachwerk freigelegt. Beschädigte Hölzer wurden ausgebessert oder fachgerecht ersetzt und ergänzt. Die Gefache wurden denkmalgerecht instandgesetzt und neu verputzt. Im Erdgeschoss blieben die Sandsteingewände der Fenster nach Überarbeitung sichtbar, die Fassade erhielt einen neuen Putz. 

Energetische Sanierung des Altbaus

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit neuen Holzfenstern mit Isolierverglasung ausgestattet, die die Energiebilanz deutlich verbessern. Ergänzend sorgten eine angepasste Innendämmung und eine Aufsparrendämmung im Dachbereich für eine spürbare energetische Ertüchtigung des Altbaus, sensibel abgestimmt auf die denkmalpflegerischen Anforderungen.