PROJEKT:

ERWEITERUNG KINDERGARTEN | BLANKENBACH

 

ART:

ERWEITERUNG UND ENERGETISCHE SANIERUNG KINDERGARTEN MIT KRIPPE

 

BAUHERRSCHAFT:

GEMEINDE BLANKENBACH ÜBER VG SCHÖLLKRIPPEN

 

ORT:

BLANKENBACH

 

AUSFÜHRUNGSZEIT:

PLANUNG 2021 BIS 2023 | BAU 2023 BIS 2024

 

LEISTUNGSPHASEN:

1-9 (ARCHITEKTUR UND FREIANLAGEN), INKL. BRANDSCHUTZKONZEPT IM SONDERBAU

 

BGF:

2.063 M²

 

BESONDERHEIT:

VORGEFERTIGTE HOLZBAUWEISE | EH55-STANDARD | AUSFÜHRUNG IM LAUFENDEN BETRIEB | BARRIEREFREIHEIT NACH DIN 18040-1 | KRITISCHE INFRASTRUKTUR MIT NOTEINSPEISUNG

SCHULER SCHICKLING RÖSSEL ARCHITEKTEN | ERWEITERUNG | SANIERUNG

ERWEITERUNG KINDERGARTEN BLANKENBACH

Das bestehende Ensemble des Kindergartens in Blankenbach wurde um zwei Krippengruppen mit Nebenräumen, eine dritte Kindergartengruppe, Küche mit Lager, Kinderwagenraum sowie einen Eingangsbereich für die Krippe erweitert und energetisch saniert. Die Einrichtung bietet nach Abschluss der Maßnahme Platz für 99 Kinder in drei Regel- und zwei neuen Krippengruppen.

 

Erhalten und Ergänzen

Die architektonische Gestaltung verfolgt ein Konzept des Erhaltens und Ergänzens. Im nord-westlichen Grundstücksteil wurde ein eingeschossiger Anbau realisiert, in dem zwei Kinderkrippengruppen (U3-Bereich) mit Eingang und Garderobe untergebracht sind. Der Bestand wurde an der nord-östlichen Giebelwand erdgeschossig geöffnet und mit dem neuen U3-Bereich verbunden. Der Mehrzweckraum verbleibt unverändert im Untergeschoss. Die Umbauten im Bestand erzeugen nach außen keine Veränderungen. Die Anbauten ordnen sich durch die geringe Höhe unter. Rücksprünge in der Kubatur markieren die neuen Eingänge und dienen im Bereich der Krippenräume als konstruktiver Sonnen- und Wetterschutz. Der topografische Höhenunterschied zur Kahlsaue wird durch eine begrünte Anschüttung („Bewehrte Erde“) realisiert. Die Erweiterung fügt sich behutsam in das bestehende Umfeld ein.

 

Energetische Sanierung im Bestand

Das Bestandsgebäude wurde energetisch und brandschutztechnisch saniert. Durch zusätzliche Wärmedämmung im Bestand, neue Fenster und zwei Wärmepumpen wird der EH55-Standard erreicht und entsprechend gefördert. Die Umbauten im Bestand verbessern zudem die Funktionalität und die Barrierefreiheit.

Vorgefertigte Holzbauweise und Bau im laufenden Betrieb

Die Erweiterung wurde in vorgefertigter Holzbauweise realisiert. Die Ausführung erfolgte in zwei Bauabschnitten – für den Neubau und die Bestandssanierung – im laufenden Betrieb der Einrichtung. Hierzu wurde der Umzug und die temporäre Auslagerung von Nutzungseinheiten geplant. Die Herstellung der Barrierefreiheit erfolgte nach DIN 18040-1 (mit genehmigten Abweichungen in einzelnen Teilbereichen). Ergänzend wurde die kritische Infrastruktur mit Noteinspeisung geplant.

 

Differenzierte Förderlandschaft

Die Maßnahme wurde nach Art. 10 BayFAG getrennt für Neubau und Bestandssanierung sowie über die „BayFHolz“-Holzbau-Förderung und die BEG-Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zur energetischen Sanierung im Bestand gefördert. Die Unterscheidung der Kostenstellen erfolgte durchgängig im AVA-System zur Differenzierung der Fördergeber.